Superfood

Superfoods – Begriffsbezeichnung, Wirkung und die wichtigsten Superfoods in Übersicht

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Sie fühlen sich in letzter Zeit nicht wohl oder haben gesundheitliche Beschwerden? Sie sind gesund, aber wollen Krankheiten vorbeugen oder Ihrem Körper einfach Gutes tun? Für solche Fälle gelten Superfoods als die optimale Nahrungsergänzung!

Superfoods sind Nahrungsmittel, die im Vergleich zu „normalen“ Lebensmitteln etwas ganz Besonderes sind. Manche Superfoods sind teuer, andere wiederum günstiger oder gar kostenlos. Einige schmecken super, während andere für unseren Geschmackssinn eher furchtbar sind. Doch eine Eigenschaft teilen alle Superfoods – sie können heilen.

Was macht ein wahres Superfood aus?

Superfoods unterscheiden sich wesentlich von gewöhnlichen Lebensmitteln, doch es ist nicht gerade einfach, die „wahren“ Superfoods zu erkennen. Einige Lebensmittel werden fälschlicherweise nur für Werbezwecke so bezeichnet, um die Verkaufszahlen zu steigern. In solchen Fällen werden nur geringe Mengen an Superfoods dazugegeben, bloß um die Bezeichnung „Superfood“ auf der Verpackung schreiben zu können. Da die volle Wirkung erst nach Einnahme größerer Mengen eintritt, können solche Nahrungsmittel nicht wirklich als Superfood bezeichnet werden. Daher gilt es immer genau auf die Menge der Inhaltsstoffe zu achten.

Ein Superfood muss eine große Menge von einem oder mehreren Wirk-, Vital- oder Nährstoffen haben – und zwar merklich mehr im Gegensatz zu den „normalen“ Lebensmitteln. Außerdem sollten Superfoods möglichst im natürlichen Zustand sein, d.h. ohne Zusätze und natürlich aus dem biologischen Anbau oder Wildwuchs stammen. Im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln, die vielleicht ein Vitamin oder Pflanzenstoff sein können, muss Superfood ein vollwertiges und ganzheitliches Nahrungsmittel sein.

Superfoods müssen keinesfalls teuer sein, wie es so oft angenommen wird. Der Preis hängt schließlich davon ab, woher es kommt und in welchen Mengen es verfügbar ist. Manches Superfood ist direkt vor unserer Tür zu finden wie z. B. Pfefferminzblätter, Hagebutte, Spinat oder Rote Beete, während andere Superfoods wie beispielsweise die Acai-Beeren, Yacon, Acerola oder Baobab aus weit entfernten Regionen kommen. Aus diesem Grund sind manche Superfoods schwer zu naschen oder schmecken uns einfach ungewohnt.

Haben Superfoods wirklich heilende Wirkungen?

Ja! Superfoods sind Medizin, die jedem zur Verfügung steht und sollten deshalb Teil jeder Therapie sein. Sie wirken antioxidativ, hemmen Entzündungen und beschleunigen die Entgiftungsprozesse, weshalb sie auch zur Vorbeugung schwerer Erkrankungen eingesetzt werden. Im Idealfall unterstützen und verstärken sich die Superfoods auch gegenseitig, wie z. B. Granatäpfel und Datteln.

Mit einer gesunden und ausgewogenen Kombination aus Superfoods lässt sich somit vielen Krankheiten vorbeugen. Die Kombination soll idealerweise aus großen Mengen mehrerer Superfoods bestehen, um die beste Wirkung zu entfalten. Es reicht also nicht aus, nur gelegentlich einige Superfoods zu konsumieren. Zusätzlich zu den Superfoods, muss bei der Heilung einer Krankheit auch für ausreichend Bewegung, genügend Schlaf und Entspannung gesorgt werden.

Die heilenden Wirkungen der Superfoods auf die Gesundheit des Menschen werden immer häufiger auch von Fachmagazinen angesprochen, in denen ihre Vorteile anerkannt werden. Zum Beispiel beschrieb das Food Technology die Superfoods als „Lebensmittel, die in ihrer natürlichen Form eine Menge Nährstoffe liefern und die Gesundheit unterstützen“. Das Fachmagazin nannte dabei Superfoods wie Chiasamen, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne, Leinsamen, Acaibeeren, Avocados, etc. Die enthaltenen Nährstoffe sollen auch das Gehirn vor Alterungsprozessen schützen.

Wie soll ich Superfoods einnehmen?

Sie können für den Anfang mit einfachen Kombinationen beginnen und die Superfoods den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen anpassen. Informieren Sie sich, welche Superfoods zu Ihren gesundheitlichen Ansprüchen und Ihrem Lebensstil passen. Nutzen Sie Superfoods wie Maca, Moringa Oleifera, Spirulina, Chlorella, Weizengras, Goji-Beeren, Aronia, Matcha, Gerstengras oder Alfalfa, um sich einen neuen Speiseplan zusammenzustellen. Schon in wenigen Wochen werden Sie mehr Energie haben, leistungsfähiger sein und sich generell deutlich wohler fühlen.

Die meisten Menschen essen fast nie Superfoods oder nur in geringen Mengen. Wenn Sie die Wirkung von Superfoods erfahren möchten, müssen Sie wissen, welche Lebensmittel überhaupt dazu gehören. Hier sind die wichtigsten Superfoods, die Sie in Ihre Ernährung aufnehmen können.


Acai-Beeren

Die kleine Acai-Beere ist eine wahre Wunderbeere. Sie findet sich in Kosmetika, im Wellness-Bereich und in der Medizin wieder. Außerdem soll sie ein wahres Wundermittel beim Abnehmen sein.

In Deutschland war die Acai-Beere bis vor Kurzem noch unbekannt, aber mittlerweile wird die Nachfrage immer größer. Acai-Beeren sind nämlich Früchte der Kohlpalme, die in den Regenwäldern der Amazonas zu finden ist. Es ist eine runde und dunkle Beere, nicht größer als ein bis zwei Zentimeter und mit einem erdigen und ein wenig fettigen Geschmack.

Obwohl die Acai-Beere schon seit Jahrhunderten in Brasilien als Heilmittel eingesetzt wird, war die Beere in Deutschland bis vor wenigen Jahren nur schwer zu bekommen. Heutzutage ist sie allerdings auch in Deutschland fast überall in den Läden und Apotheken erhältlich. Ob Sie die eigentliche Frucht, Kapseln, Shakes, Säfte oder Pulver bevorzugen – die Acai-Beere ist hierzulande in den meisten Formen vorzufinden.

In Hollywood gilt sie seit vielen Jahren als Wundermittel zur Faltenbekämpfung. Obwohl ihre antioxidative Wirkung längst bewiesen ist, kann sie dennoch keine Falten verschwinden lassen. Dafür wirkt sie aber präventiv und fördert die Erneuerung der Zellen. Auf diese Weise verlangsamt sie den Alterungsprozess der Haut. Außerdem unterstützt die Acai-Beere die Durchblutung, verhindert Thrombose und macht die Krebszellen bei Leukämie unschädlich.

Obwohl die Acai-Beere als Diätwundermittel vermarktet wird und die Werbung verspricht, dass sie den Hunger mindert und den Stoffwechsel anregt, gibt es dafür bislang keine wissenschaftlich belegten Beweise. Sicher ist jedoch ihre wertvolle Wirkung auf die Gesundheit des Menschen. Die Acai-Beere ist reich an Vitaminen A, C und E, aber auch an Mineralien und ungesättigten Fettsäuren. Wenn man die Beere frisch oder gefroren zu sich nimmt, liefert sie schnelle Energie und stärkt das Immunsystem. Sie ist auch in Form von Pulver oder Saft erhältlich.


Acerola

Acerola, auch Acerola-Kirsche genannt, kommt von der mexikanischen Halbinsel Yucatán und ist eine wahre Vitamin-C-Bombe. Schon die Ureinwohner Mittelamerikas erkannten die gesundheitlichen Wirkungen und nutzten die Acerola-Frucht zu verschiedenen Zwecken. Acerola ist heute in Mexiko, Texas, Brasilien, Panama, Jamaika und Guatemala verbreitet und wird dort angebaut.

Die Acerola gleicht vom Aussehen her einer Kirsche, daher auch der Name Acerola-Kirsche. Doch das ist auch schon die einzige Gemeinsamkeit mit einer Kirsche, denn Acerola ist eigentlich gar keine Kirsche. Es ist eine Frucht, die zur Familie der Malpighiengewächse gehört. Die Sträucher oder niedrige Bäume werden zwischen einem und drei Metern hoch. Der Anbau von Acerola ist ziemlich anspruchslos, denn sie wächst sowohl auf feuchten als auch auf trockenen Böden. Sie ist an Straßenrändern, Flussufern oder auf felsigem Untergrund zu finden.

Die Besonderheit der Acerola ist unter anderem der hohe Gehalt an Vitamin C: In 100 g Acerolasaft sind bis zu 4.500 mg Vitamin C enthalten. Aus diesem Grund empfiehlt sich Acerola bei Menschen, die an Vitamin-C-Mangel leiden. Mit einem so hohen Vitamin-C-Gehalt zählt die Frucht eindeutig zu den Superfoods.

Natürlich ist es am besten für die Gesundheit, die Acerola roh als Obst zu essen. Doch wegen ihrer sehr dünnen Haut, verdirbt die Frucht bereits innerhalb von fünf Tagen nach der Ernte. So ist es fast unmöglich und sehr aufwendig, die Frucht roh nach Deutschland zu transportieren. Daher ist sie als frische Früchte in Deutschland kaum erhältlich. Trotzdem muss man aber nicht auf die zahlreichen Vorteile dieser Frucht verzichten, denn sie kann auch als Fruchtsaft oder Pulver eingenommen werden.

Neben dem hohen Vitamin-C-Gehalt ist die Acerola auch reich an weiteren nützlichen Inhaltsstoffen, wie z. B. sekundären Pflanzenstoffen (Flavonoide), Provitamin A, Vitamin B1, B2, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Auf diese Weise unterstützt Acerola die Abwehrkräfte des Körpers.


Alfalfa

In der arabischen Sprache bedeutet Alfalfa „Vater aller Nahrung“. Der Name stützt sich auf die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe der beliebten Sprossen. Sie werden oft in Salate oder ins Sandwich als extra Frische-Kick dazugegeben. Doch neben den kulinarischen sind vor allem die gesundheitlichen Wirkungen interessant. Alfalfa beinhaltet viele Vitamine und Mineralien, die zahlreichen Krankheiten vorbeugen und deren Symptome lindern können.

Alfalfa ist eine wahre Protein- und Vitalstoffquelle. Sie enthält die Vitamine A, B1, B6, E, K und C, aber auch Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium, Zink und Phosphor sowie die Aminosäuren Tryptophan und Tyrosin. Doch von besonderer Wichtigkeit sind die sekundären Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Chlorophyll, die zur Prävention schwerer Erkrankungen dienen.

Aufgrund der genannten Inhaltsstoffe wird Alfalfa bei sämtlichen Krankheiten heilsam und vorbeugen eingesetzt. Das Chlorophyll alkalisiert den Organismus und stellt das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts her. Es befreit die Leber von Giften, dient als Radikalfänger, reinigt das Blut und schützt vor Pilzinfektionen. Alfalfa dient außerdem zur Entfernung von Nierensteinen und Wassereinlagerungen. Diese Pflanze wird ebenfalls zur Behandlung von Schwellungen, Entzündungen und Fieber benutzt. Sie soll zusätzlich den Appetit anregen und den Cholesterolspiegel regulieren.

Pflanzliche Hormone in den Blättern der Alfalfa unterdrücken Hitzewallungen und mildern auf natürliche Weise sonstige Symptome der Wechseljahre. Doch den größten Wert soll der Saponin-Gehalt der Alfalfa-Sprossen haben. Saponine stimulieren das Immunsystem und sind vor allem im Darm nützlich. Die Schadstoffe im Darm sollen die Ursache für Entzündungskrankheiten sein. Saponine reduzieren diese Giftstoffe und sorgen für allgemeines Wohlbefinden. Außerdem werden auch Pilze und Viren vernichtet und dadurch das Wachstum von nützlichen Bakterien gefördert. Saponine verringern sogar das Krebsrisiko, indem sie Krankheitserreger aus dem Darm verstoßen.

Alfalfa-Sprossen sind inzwischen überall erhältlich, jedoch bekommt man den vollen Vitalstoffgehalt nur, wenn man die Sprossen selber zieht und sie frisch zu sich nimmt. Das Keimen ist relativ einfach und macht auch noch Spaß. Alfalfa ist auch als Pulver erhältlich, das zu Getränken oder Smoothies dazugegeben werden kann.


Aronia

Aronia, auch Apfelbeere genannt, ist eine Beere, die äußerlich der Heidelbeere ähnelt, jedoch im Gegensatz zur Heidelbeere einen eher herb-säuerlichen Geschmack hat. Die Aroniabeere stammt aus dem östlichen Teil Nordamerikas, wo bereits die Ureinwohner den gewaltigen antioxidativen Potential der Beere erkannten und die Aronia auch im medizinischen Bereich nutzten. In europäischen Ländern wird die Beere erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt und erfolgreich eingesetzt.

Die Aroniabeere enthält eine Kombination an Inhaltsstoffen, die der Mensch zur Erhaltung seiner Gesundheit und Vitalität bis ins hohe Alter benötigt. Zum einen sind in der Aronia Vitamine A, C, E, K und alle Komponenten der B-Vitamine anwesend, zum anderen eine beträchtliche Menge an Mineralien und Spurenelementen wie Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen und Zink.

Der wichtigste Wirkstoffanteil in dieser Beere, der gleichzeitig mengenmäßig auch der größte ist, kommt aus der Gruppe der Polyphenole. Gemeint sind damit ihre Vertreter Flavonoide und Anthocyane. Im Vergleich zu anderen Beeren hat die Aronia eine unglaublich hohe Menge an diesen starken Antioxidantien.

Die Polyphenole haben aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung eine Menge Vorteile für die Gesundheit. Sie schützen die Körperzellen vor freien Radikalen, die Krebs erzeugen können. Sie entspannen die Gefäße und verbessern den Blutfluss, was zur Regulation des Bluthochdrucks und des Herz-Kreislaufsystems führen kann. Außerdem können einige Flavonoide antiallergisch, antiviral oder sogar antikanzerogen wirken. Eine Untergruppe der Flavonoiden sind die Anthocyane, die das Bilden der Thrombozyten verringern und die Sehfähigkeit positiv beeinflussen können. Zusätzlich wirken sie antikanzerogen und entzündungshemmend.

Den gesundheitsfördernden Wirkungen der Aroniabeere wurde in der Forschung in den letzten Jahren besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei ergaben zahlreiche Untersuchungen, dass die starken antioxidativen Wirkungen im Zusammenhang mit zahlreichen gesundheitlichen Entwicklungen stehen. Aroniabeeren kann man direkt oder als Saft zu sich nehmen. Dabei sollte man immer darauf achten, dass sie aus einem kontrollierten biologischen Anbau stammen.


Baobab

Baobab ist der Name des Affenbrotbaums aus den tropischen Gebieten Afrikas. Der Name kommt aus dem Arabischen und bedeutet „Frucht mit vielen Samen“. Die Afrikaner nutzen seit Tausenden von Jahren fast alle Teile des bis zu 30 Meter hohen Baums, hauptsächlich als Heilmittel für verschiedene Krankheiten. Zu den Inhaltsstoffen des Baobabs gehören Vitamin C, Antioxidantien, Eisen und viele andere Vitalstoffe.

Der hohe Antioxidantiengehalt übertrifft den der Acai- oder Goji-Beere. Baobab wird aufgrund seiner Eigenschaften aus gutem Grund als Superfood bezeichnet. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole wirken antioxidativ, krebsvorbeugend und entzündungshemmend.

Die Baobab-Frucht trocknet direkt am Baum und wird in dieser Form geerntet. Die Frucht oder das Pulver wird roh und ohne Erhitzung eingenommen. Auf diese Weise werden die wichtigen Nähr- und Vitalstoffe der Frucht erhalten. Die Einführung der Baobab-Frucht in die Ernährung ist äußerst empfehlenswert, denn sie trägt deutlich zum gesundheitlichen Wohlbefinden bei.

Bis vor wenigen Jahren war die Baobab-Frucht in Europa ein wahrhaft unbekanntes Lebensmittel. Doch mittlerweile wird sie als Ergänzung in vielen anderen Produkten wie zum Beispiel in Getränken, Backwaren, Milchprodukten oder Schokolade eingesetzt, um die Nährwerte dieser Produkte zu erhöhen.

Die Baobab-Frucht erreicht ihre gesundheitsfördernden Wirkungen auch dank des hohen Vitamin-C-Gehalts. 100 Gramm des Baobab-Pulvers enthält ca. 280 Milligramm Vitamin C und deckt schon mit 10 bis 15 Gramm täglich einen Drittel des Vitamin-C-Bedarfs des Körpers.  Vitamin C stärkt das Immunsystem und unterstützt die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Außerdem hat die Baobab-Frucht eine beträchtliche Menge an Kalium, was besonders für Muskeln und Nerven vorteilhaft sein kann. Nicht zu übersehen ist auch der Eisengehalt.

Das Pulver der Frucht trägt zum Ballaststoffreichtum bei, was bei Verdauungsbeschwerden hilft. Des Weiteren helfen die Ballaststoffe bei der Bindung und einer schnellen Ausscheidung von Giften aus dem Darm. Die Baobab-Frucht wirkt fiebersenkend und wirkt auch positiv auf Erkrankungen wie Diabetes, bei Bluthochdruck und Reizdarm.


Chlorella

Chlorella ist eine Mikroalge mit einem Zellkern, der sie als solche ausmacht. Diese Mikroalge hat eine äußerst positive Wirkung auf das Gehirn und Körper. Ihr Name bedeutet im Lateinischen „kleines junges Grün“.

Eine der wichtigsten Besonderheiten der Chlorella ist ihr Chlorophyllgehalt. Chlorella enthält wie keine andere Pflanze eine hohe Menge Chlorophyll, das dem menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin sehr ähnlich sieht. Sie säubert das Blut, versorgt es mit Mineralstoffen und sorgt dafür, dass es vital ist. Daher ist der gesundheitliche Nutzen der Chlorella für unser Blut sehr groß – und damit auch für die allgemeine Gesundheit.

Eine weitere wichtige Wirkung des Chlorophylls ist der Schutz der Leber vor zahlreichen Giften, die durch Lebensmittel, die Umwelt, Schimmel oder andere Belastungen die Leber angreifen. Chlorella entgiftet mit ihrem großen Chlorophyllinhalt und sorgt dafür, dass die Gifte möglichst schnell ausgeschieden werden.

Chlorophyll hat noch weitere gesundheitsfördernde Wirkungen:

  • Es fördert die Regeneration und schützt die Körperzellen. Auf diese Weise verlangsamt es den Alterungsprozess.
  • Mit seiner antioxidativen Wirkung hemmt es Entzündungen und wirkt Krebszellen entgegen.
  • Es schützt und stärkt das Kreislauf- und das Verdauungssystem und gleicht den Säure-Basen-Haushalt aus.
  • Chlorophyll wirkt ausgleichend und hilft somit, sich bei Stress leichter zu entspannen.
  • Es schützt die Zellwände vor Bakterien.
  • Durch das Chlorophyll wird der Sauerstoffanteil im Blut erhöht und die Atmung der Zellen gefördert.
  • Es fördert Heilungsprozesse im Körper.

Chlorella ist außerdem eine große Eiweißquelle, die auch an entgiftenden Ballaststoffen sehr reich ist. Sie reguliert den Kohlenhydratstoffwechsel und beinhaltet mehr als 30 Fettsäuren. Zahlreiche wasser- und fettlösliche Vitamine runden die Macht der Chlorella ab. Diese unglaublich wichtigen Eigenschaften für die Gesundheit des Menschen machen die Chlorella zurecht zu einem Superfood, das man unbedingt als vollwertiges Lebensmittel mit in die Ernährung einplanen sollte. Hierzulande ist sie in Form von Pulver, gepresst als Tabs und in Kapseln erhältlich.


Gerstengras

Gerstengras stammt aus der Familie der Süßgräser und ist eines der kostbarsten Lebens- und Heilmittel auf der Welt. Seine Inhaltsstoffe sind eine wunderbare Kombination aus Vitaminen, Nährstoffen, Antioxidantien, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Diese Kombination ist ein unschlagbares Heilmittel gegen zahlreiche Krankheiten. So kann Gerstengras beispielsweise den Cholesterolspiegel senken, die Abwehrkräfte gegen Krebszellen stärken oder Symptome chronischer Darmerkrankungen lindern. Und nicht nur die Inhaltsstoffe sind faszinierend, sondern auch ihre Ausgewogenheit. Gerstengras kann daher mit gutem Grund in die Kategorie der Superfoods eingestuft werden.

Die gesundheitsfördernden Wirkungen von Gerstengras:

  • Die Übersäuerung des Organismus ist eine der zahlreichen Ursachen von Krebs. Mit der Einnahme von verarbeiteten Lebensmitteln ist der Säure-Basen-Haushalt bei den meisten Menschen außer Gleichgewicht. Regelmäßige Einnahme von Gerstengrassaft gleicht den Säure-Basen-Haushalt wieder aus. Die pH-Werte werden harmonisiert und der Körper wird vor schädlichen Einflüssen geschützt.
  • Die Antioxidantien im Gerstengras schützen die Zellen vor Giften und freien Radikalen. Sie arbeiten also auf Zellebene. So werden Entzündungen und Infektionen verhindert.
  • Gerstengras ist äußerst vorteilhalft für die Haut und das Bindegewebe. Die Haut wird durch die Einnahme von Gerstengras geschützt und elastisch gehalten.
  • Beim zu hohen LDL-Cholesterin werden die Arterien verstopft und das Risiko für Schlaganfälle erhöht. Gerstengras senkt den Cholesterolspiegel und verhindert so Herzinfarkte und Schlaganfälle.
  • Gerstengrassaft ist auch für Diabetiker empfehlenswert, da er den Blutzucker positiv beeinflussen kann.
  • Die antioxidative Wirkung von Gerstengras hilft bei entzündlichen Krankheiten, bei Herz-Kreislaufproblemen und sogar bei manchen Krebsarten.
  • Gerstengras ist dank seiner unglaublichen Inhaltsstoffe besonders bei Haut- und Brustkrebs wirkungsvoll.
  • Blähungen, Bauchschmerzen, Blutungen, Durchfall sind alles Symptome einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung – Colitis ulcerosa. Gerstengras ist bei dieser Darmerkrankung besonders hilfreich und mildert die Symptome.
  • Gerstengras soll auch die Stimmung heben können.

Die Gerstengrashalme können geschnitten und in andere Gerichte gegeben werden oder auch gepresst und als Getränk genommen werden.


Goji-Beeren

Die Goji-Beeren sind kleine rote Wunderbeeren, die als Glücksbeeren, Wolfsbeeren oder auch Bocksdornfrüchte bezeichnet werden. Die Goji-Beere, die fast alle wichtigen Nähr- und Vitalstoffe vereint und zudem auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe enthält, kommt aus China und der Mongolei. Sie ist ebenfalls in einigen Regionen Tibets zu finden.

Goji-Beeren werden seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin zu verschiedenen Zwecken verwendet. Heutzutage gilt die kleine Beere als ein gesundheitsförderndes Lebensmittel, denn sie beinhaltet eine sagenhafte Menge an essenziellen Antioxidantien und Nährstoffen, die den Organismus stärken.

In der Goji-Beere sind zahlreiche Vitamine enthalten, unter anderem: Vitamin A in Form von Beta-Carotin, Vitamin C, das in Früchten selten enthaltene Vitamin E sowie Vitamin B. Außerdem befindet sich in dieser Beere eine beachtliche Menge an Eisen. Die Goji-Beere gilt daher als eine mächtige Eisenquelle. Sie enthält mehr Eisen als beispielsweise Spinat und kann bereits mit einer geringen Menge den Eisenbedarf für Erwachsene decken.

Zusätzlich sind in der Goji-Beere auch Spurenelemente wie das Germanium vorhanden, das ansonsten kaum irgendwo zu finden ist. Die ausgelaugten landwirtschaftlichen Böden lassen solche Spurenelemente in unseren Grundnahrungsmitteln kaum noch zu.

Goji-Beeren haben viele gesundheitsfördernde Wirkungen:

  • Die in der Goji-Beere enthaltenen Phytonährstoffe und Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin sorgen für gesunde Augen und beugen Augenkrankheiten wie z. B. der Makuladegeneration vor.
  • Goji-Beeren dienen zur Stärkung des Immunsystems und helfen bei der Abwehr gegen Krebs und Viren. Außerdem können sie Nebenwirkungen der Chemotherapie mildern.
  • Diese Beeren unterstützen den Aufbau der nützlichen Darmbakterien und regulieren so die Verdauung.
  • Goji-Beeren haben eine antientzündliche Wirkung und helfen daher bei Krankheiten wie Asthma, Arthritis, Allergien und anderen auf chronischen Entzündungsprozessen basierenden Erkrankungen.
  • Sie beschleunigen die Ausscheidung von Schadstoffen und sorgen so für Entgiftung.
  • Erhöht die Leistungsfähigkeit der Muskulatur.
  • Hilft gegen Stress.

Die Goji-Beere kann in unterschiedlichen Formen eingenommen werden und tut der Gesundheit auf jeden Fall gut.


Hagebutte

Habebutte ist allseits bekannt. Die meist roten, aber auch gelblichen oder orangen Früchte sind hierzulande überall in vielen Formen erhältlich. Sie wachsen im Herbst auf Hagebutten-Sträuchern und schmecken säuerlich-herb. Sie haben einen hohen gesundheitlichen Wert, egal ob sie in Form von Tee, Marmelade oder Mark verwendet werden.

Die heilenden Wirkungen der Hagebutte können dem großen Anteil an Vitamin C zugeschrieben werden. Sie festigen das Bindegewebe, stärken das Immunsystem, bilden neue Zellen, helfen bei Erkältungen und wirken leicht entwässernd. Außer Vitamin C enthält die Hagebutte auch andere wichtige Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamine A, B1, B2, E, Antioxidantien sowie die Mineralstoffe Kupfer, Zink, Eisen, Natrium, Magnesium und Kalzium. Außerdem befinden sich in ihren Kernen ungesättigte Fettsäuren, Aminosäuren und Phospholipiden.

Hagebuttenpulver, das aus Schalen und Samen gewonnen wird, hilft bei Arthrose, indem es die Schmerzen lindert und so bessere Beweglichkeit der Erkrankten ermöglicht. Die in den Kernen vorkommenden Omega-3-Fettsäuren und die Carotinoide verhindern, dass die Haut an Feuchtigkeit verliert und verlangsamen so den Alterungsprozess. Zusätzlich fördern sie die Wundheilung bei aknegeplagter Haut und unterstützen die Regeneration der Zellen.

Hagebuttentee hilft bei Erkrankungen des Harnwegs, Harnsteinen oder Rheuma. Das Lycopin fängt freie Radikale und bekämpft auf diese Weise Krebszellen. Besonders hilfreich ist Hagebutte als Mundwasser bei Parodontose und beim Zahlfleischbluten. Hagebuttenmarmelade soll den Appetit fördern.

Das in den Früchten enthaltene Vitamin B1 wirkt beruhigend und hilft so Stress zu reduzieren, indem er das Stress-Hormon Cortisol hemmt und so das Burnout verhindert. Man kann die Früchte natürlich roh essen, jedoch sind sie sauer und nicht besonders köstlich. Je länger man die Ernte hinauszögert, desto süßer sind die Früchte. Man sollte die Nüsschen vorher entfernen. Sie sind bis zu drei Tage im Kühlschrank haltbar. Allerdings ist es am besten, die Früchte trocknen zu lassen oder sie anderweitig zuzubereiten.


Maca

Maca ist eine gesunde Knolle aus Südamerika. Die Knolle wird traditionell bei Potenzproblemen und Libidomangel, geringer Leistungsfähigkeit, in den Wechseljahren und beim unerfüllten Kinderwunsch eingesetzt.

Die knollige Wurzel Maca wächst in den Anden auf über 4.000 m Höhe. Die besondere Robustheit ermöglicht es der Maca, scheinbar mit Leichtigkeit der Kälte, Wind und UV-Strahlen zu trotzen. Deshalb wurde sie von den Inka als stärkendes Naturheilmittel verwendet. Maca wird auch heute in Peru als Gemüse oder Medizin bis zu dreimal täglich zu sich genommen. Nicht zuletzt auch wegen ihrer verjüngenden Eigenschaften.

Die Knolle wird getrocknet, anschließend zermahlen und wie Mehl verwendet. Das Pulver kann auch in heißes Wasser oder Milch gemischt werden. Das süße Getränkt schmeckt wie Kakao. Das Macapulver kann auch als Brei mit Früchten gegessen werden.

In der peruanischen Naturheilkunde wird die Maca wegen ihrer wärmenden Eigenschaften auch bei Rheuma und Erkrankungen der Atemwege verwendet. Doch die bekannteste Eigenschaft ist die aphrodisierende Wirkung. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass die Maca-Knolle die Lust fördert und die Potenz steigert.

Australische Forscher stellten fest, dass diese Pflanze Symptome in den Wechseljahren wie Depressionen, Angstzustände und sexuelle Dysfunktion gut mildern kann, ohne jedoch den Hormonspiegel zu beeinflussen. Die Forschung wies auch bei Männern die aphrodisierende Wirkung nach. Die Maca-Knolle kann die Lust auf Sex deutlich steigern und für einen Energie-Schub sorgen, ohne den Testosteronspiegel zu erhöhen, was besonders wichtig für die Prostata ist. Außerdem verbessert diese Pflanze die Spermienqualität.

Maca wirkt auch positiv auf den Cholesterinspiegel und auf die Verdauung, dank ihrer pflanzlichen Sterole wie Sitosterol, Ergosterol und ihrem Ballaststoffgehalt. Außerdem enthält die Maca-Knolle wichtige Nähr- und Vitalstoffe, weshalb sie mit einer gewissen Menge auch bei Eisenmangel hilfreich ist. Sie enthält auch Calcium, fast alle wichtigen Vitamine, wertvolle Fettsäuren, Zink, aktive Enzyme, Mineralien, Spurenelemente und essentielle Aminosäuren.

Die Maca Knolle ist eine wahre Gesundheitsquelle und wird zurecht zu den Superfoods gezählt.


Matcha

Der Name Matcha kommt aus dem Japanischen und bedeutet gemahlener Tee. Doch der eigentliche Tee kommt ursprünglich aus China, wo er traditionell als Heilmittel verwendet wurde. Es ist ein überaus gesunder grüner Tee, der in Pulverform vorkommt. Man kann ihn entweder als Tee trinken oder als Beilage zu Smoothies, Keksen oder Eis essen bzw. trinken. Der Pulvertee gehört dank seinen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen zu der Kategorie der Superfoods. Matcha kann nämlich zahlreichen Krankheiten vorbeugen – vorausgesetzt man achtet auf die Qualität des Tees und die richtige Zubereitung.

Echter Matcha ist ziemlich teuer – 30 Gramm kosten um die 50 Euro. Beim Kaufen von Matcha muss man darauf achten, dass man nicht auf die Billigvarianten reinfällt, die keine wirklichen gesundheitlichen Vorteile mitbringen. Die Japaner stellen Matcha aus den Teesorten Gyokuro und dem seltenen Tencha her und verarbeiten sie in einem aufwendigen Verfahren weiter. 

Zu den Inhaltsstoffen gehören die Vitamine B1, B2, B3 sowie Vitamin E, C und K. Außerdem enthält Matcha auch Mineralstoffe wie Kalium und Calcium. Außergewöhnlich reich ist Matcha an Beta-Carotin, das äußerst gesund für die Haut, die Augen und den Stoffwechsel ist. Besonders interessante Wirkstoffe sind Catechine aus der Polyphenolefamilie, die freie Radikale fangen und Körperzellen vor Schadstoffen schützen.

Die wertvollen Inhaltsstoffe sorgen für:

  • den Aufbau der Blutzellen und die Steigerung der Abwehrkräfte
  • die Hemmung zahlreicher Entzündungen
  • die Verbannung der Gifte aus dem Organismus
  • das Reduzieren des Darmkrebs- und Prostatakrebsrisikos
  • die Belebung und Entspannung des Organismus dank dem hohen Koffeingehalt
  • den Schutz des Herzen-Kreislauf-Systems vor zahlreichen Krankheiten
  • den Schutz vor Demenz

In Japan ist die Teezeremonie ein wichtiges Ritual, das seit Jahrhunderten festgelegt und respektiert wird. Der Tee wird dabei auf eine besondere Weise zubereitet und getrunken. Dabei gibt es zwei Zubereitungsvarianten: Usucha und Koicha. Usucha ist die Standardvariante, doch Koicha ist straker Tee, der nur bei besonderen Anlässen zubereitet wird.


Moringa Oleifera

Die Geschichte des Moringa Oleifera Baums reicht über 5.000 Jahre zurück. Der Baum wird bis heute für gesundheitliche Zwecke verwendet, weil fast alle seine Teile – darunter Samen, Blätter, Wurzeln und Blüten – eine positive Wirkung aufweisen. Obwohl alle Bestandteile des Moringabaums genutzt werden, haben zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass vor allem die grünen Blätter eine große Nährstoffkonzentration haben.

Moringa Oleifera wird in vielen Kulturen erwähnt und verwendet. Schon in den antiken Schriften in Indien wurde die Wirkung des Baums beschrieben, was von seiner Verwendung zeugt. Außerdem wurde der Baum als Grabbeigabe bei den Ausgrabungen in Ägypten gefunden.

Moringa Oleifera wächst sowohl in feuchten Regionen, als auch in trockenen und sandigen Lehmböden. Letzteres eignet sich jedoch besser für diesen Baum. Als hervorragender Ort für den Anbau hat sich Ägypten entlang des Nils mit dem trockenen Klima und den Böden aus Mineralstoffen erwiesen. In den tropischen und subtropischen Ländern wächst dieser Wunderbaum wild und die Menschen dort können die höchstgesunden Blätter des Moringabaums frisch essen. Die Blätter werden roh als Salat oder als Beilage gegessen.

Wegen des Klimas gedeiht der Moringabaum in Europa kaum, deswegen gibt es ihn hierzulande nur in Form von Tee oder als Pulver. Trotzdem haben der Tee und das Pulver in der trockenen Form die Vorteile, dass sie länger haltbar sind und mehr Nährstoffe beinhalten.

Der Moringabaum ist voll von essenziellen Vitaminen wie A, B1, B2, B3, C, E und K, die dem menschlichen Körper Energie und Gesundheit schenken können. Außerdem haben die Blätter einen hohen Gehalt an Zink, Eisen, Phosphor, Mangan, Kalium und Calcium. Die Antioxidantien im Moringa Oleifera helfen gegen oxidativen Stress. Die Aminosäuren im Moringabaum sind äußerst wichtig für Knochen, Muskeln, Blut und unterschiedliche Hormone im menschlichen Körper. Das Moringa Pulver ist voll mit pflanzlichem Eiweiß, dass 18 Aminosäuren enthält.

Wegen seiner äußerst ausgewogenen Zusammensetzung gilt der Moringabaum als ein wahrer Wunderbaum.


Pfefferminzblätter

Die Pfefferminze ist ein bekanntes Heilkraut, das gegen Erkältung, Magen-Darm-Probleme, bei verstopften Atemwegen oder Kopfschmerzen helfen kann. Sie wird bereits seit Hunderten von Jahren verwendet und selbst heute ist zumindest ihr Duft uns allen bekannt – wenn nicht als Pflanze, dann in Bonbons, Kaugummis oder Mundwasser. Am häufigsten wird Pfefferminze jedoch als Tee verwendet, der heiß oder auch kalt getrunken wird.

Wegen seiner antiseptischen Wirkung eignet sich der kalte Pfefferminztee ausgezeichnet als Mundwasser. Besonders hilfreich ist er bei Entzündungen im Mundbereich. Jedoch wird Pfefferminze am meisten bei Verdauungsstörungen, Übelkeit, Gastritis und Blähungen angewendet. Der Tee schmeckt erfrischend und neutralisiert die Beschwerden. Pfefferminze beschleunigt die Magensaftsekretion und dadurch auch die Magenentleerung. Auf diese Weise regt sie den Appetit an. Vorsicht ist allerdings bei angegriffenen Magenschleimhäuten geboten. In diesen Fällen sollte nicht reiner Pfefferminztee, sondern eine Mischung mit z. B. Kamillentee getrunken werden.

Pfefferminze wirkt auch beim Reizdarm-Syndrom erfolgreich und hat keine Nebenwirkungen, im Vergleich zu den meisten Medikamenten. Doch obwohl die Pfefferminze als Tee äußerst hilfreich sein kann, ist beim Reizdarm-Syndrom ätherisches Pfefferminzöl in Kapseln zu empfehlen. Die magensaftresistenten Kapseln sorgen dafür, dass sich die Kapseln nicht im Magen, sondern im Darm auflösen und erst dort ihre volle Wirkung entfalten können.

Das Pfefferminzöl kommt auch bei Atembeschwerden sehr oft zum Einsatz. Das ätherische Pfefferminzöl fördert das Sekret und wirkt antibakteriell. So werden die Atemwege schnell befreit. Man kann auch ein Pfefferminzbad nehmen oder die Pfefferminze inhalieren. Pfefferminze sorgt auch bei Muskelschmerzen und schweren Beinen für Entspannung. Das ätherische Öl hilft sogar bei rheumatischen Erkrankungen oder Ekzemen.

Viele Erwachsene, aber auch immer mehr Jugendliche, sind von sogenannten Spannungskopfschmerzen betroffen. Das Pfefferminzöl entspannt auf natürliche Weise, indem das Öl auf Schläfe und Stirn aufgetragen wird. Außerdem hilft Pfefferminze auch bei Herpes. Die Pfefferminze ist hierzulande überall erhältlich und lässt sich auch im eigenen Garten problemlos anbauen.


Rote Beete

Die Rote Beete ist eine der gesündesten Gemüsearten auf der Welt. Sie ist einfach anzubauen oder alternativ auf Bauernmärkten zu bekommen. Diese Vitalstoffbombe hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile und lindert oder beugt vielen Krankheiten vor. Der Anbau ist anspruchslos, denn sie wächst auch in ungünstigen Lagen und kann problemlos über den Winter gelagert werden. Im Frühjahr gibt es die köstlichen Rübchen, die einen kulinarischen, aber auch gesundheitlichen Wert haben.

Zu den Inhaltsstoffen der Roten Beete gehört der sekundäre Pflanzenstoff Betain, der die Leber unterstützt, die Gallenblase stärkt und die Gallengänge befreit. Auf diese Weise wird die Verdauung angeregt und es wird das Ausscheiden der Schadstoffe erleichtert. Roote Beete reinigt auf diese Weise den Körper von zahlreichen Giften und kann sogar bei Hautproblemen wie Akne helfen.

Betain kann außerdem den Spiegel von giftigen Aminosäuren senken und verhindert so Herzkrankheiten. Ein weiterer erfreulicher Effektiv ist Betains Fähigkeit, den Spiegel unseres Glückshormons Serotonin zu erhöhen. Neben Betain enthält Roote Beete auch die Folsäure – einen ebenfalls wichtigen Inhaltsstoff, der Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugt. Auch Schwangere sollten mit der Einnahme von genügend Folsäure für die Gesundheit ihres Babys sorgen.

In einer Studie im Jahre 2008 zeigte sich Roote Beete als nützlich bei der Senkung des Blutdrucks. Diese Pflanze enthält nämlich den wichtigen Stoff Nitrat, der meist im grünen Blattgemüse zu finden ist. Nitrat erweitert die Blutgefäße und führ auf diese Weise zur Senkung des Blutdrucks.

Roote Beete und ihre rohen Blätter werden auch zur Prävention von Blutkrankheiten wie Leukämie oder anderen Krebsarten wie z. B. Darmkrebs verwendet. Die Blätter der Roten Beete sind nämlich reicher an Vitalstoffen als die Rübchen. Sie übertreffen die Rüben an Calcium, Magnesium, Vitam C, Vitamin A und Vitain K um ein Mehrfaches. Am wirksamsten sind sie im rohen Zustand. Die Blätter sind außerdem effektiv gegen schlechten Atem und bei Wundheilung.


Spinat

Spinat stärkt tatsächlich die Muskulatur, wie es im guten alten Zeichentrickfilm Popeye gezeigt wurde. Jedoch nicht wenn aus der Dose gegessen, sondern am besten frisch und möglichst wenig erhitzt.

Wie in anderen grünen Blattgemüsen befinden sich auch im Spinat Nitrate, die eine Zeit lang verteufelt wurden. Doch zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Nitrate sehr wohl ihre gesundheitlichen Vorteile haben – und zwar vor allem für die Mitochondrien in den Muskelzellen, die von den Nitraten genährt werden. Mitochondrien versorgen die einzelnen Zellen mit der nötigen Energie und sind deshalb sozusagen ihre Kraftwerke. Wenn die Mitochondrien nicht genügend mit Energie versorgt werden, können sämtliche Körperfunktionen nicht richtig ablaufen und das Wohlbefinden wird stark gefährdet. Doch gut versorgte Mitochondrien ermöglichen einen ungehinderten Ablauf der Körperfunktionen. Sie stärken das Immunsystem und somit die Abwehrkräfte, stabilisieren den Blutdruck, regulieren den Zellstoffwechsel und noch vieles mehr.

Spinat beugt auch Herzinfarkten, Schlaganfällen und Thrombosen vor, denn die Nitrate regen die Produktion von einem wichtigen molekularen Bestandteil in unserem Organismus, nämlich von Stickstoffmonoxid (NO). Stickstoffmonoxid sorgt für den Transport von Sauerstoff im Blut, hemmt Entzündungen und erweitert die Blutgefäße. Die empfohlene Konsummenge zur Verbesserung der Effektivität der Mitochondrien sind etwa 200 bis 300 Gramm Spinat, drei Tage lang mit regelmäßigem Sport kombiniert. Das senkt den Verbrauch des Sauerstoffs, erleichtert das Muskelwachstum und verbessert die allgemeine Gesundheit.

Eine weitere Erkrankung, auf die die Verbesserung der mitochondrialen Funktion einen positiven Effekt hat, ist Diabetes. Diabetes entsteht oft erst durch eine Dysfunktion von Mitochondrien. Indem die Produktion von Mitochondrien ins Gleichgewicht gebracht oder sogar verbessert wird, kann dem Diabetes erfolgreich vorgebeugt werden.

Wer Muskeln aufbauen möchte, hat häufig zum Ziel gleichzeitig Fett abzubauen. Auch hierbei kann Spinat helfen, da er Heißhungerattacken lindert und so beim Abnehmen hilft. Spinat ist hierzulande überall erhältlich und kann entweder roh oder als Beilage zu sich genommen werden.


Spirulina

Die Spirulina Alge wird zurecht als Superfood bezeichnet. Sie gehört zu den nährstoffreichen Lebensmitteln, die zahlreiche wichtige Enzyme und gesundheitsunterstützende Inhalte aufweisen. Die Nähr- und Vitalstoffe der Spirulina geben dem Körper alles, was er zur Abwehr braucht und unterstützen ihn bei der Befreiung von überschüssigen Giften und Schadstoffen. Auf diese Weise hilft die Spirulina dem Körper, sich selbst zu heilen.

Da die Spirulina Alge einen großen Eiweißinhalt hat, fördert sie die Produktion von Zellen und Antikörpern, die Krankheiten bekämpfen können. Sie stärkt das Immunsystem und hilft somit bei der Bekämpfung jeglicher Infektionen. Dank ihrer Kalium-Salze lassen sich mit Spirulina Viren aller Art bekämpfen: Die Viren bleiben an den Salzen hängen und werden so leichter vom Immunsystem abgewehrt. Allergiker können Spirulina benutzen, um Heuschnupfen und andere Allergieformen zu verhindern, denn sie enthält Histamin hemmende Substanzen. Wer also Spirulina in hohen Mengen konsumiert, könnte so allergische Symptome reduzieren.

Eine weitere heilende Wirkung ist die Verbesserung der Blutwerte. Dieses Superfood kann den Blutzucker senken, Cholesterinwerte reduzieren und vor Bluthochdruck schützen. Spirulina enthält große Mengen an Chlorophyll, das dem Hämoglobin ähnelt. Das Hämoglobin erfüllt eine der wichtigsten Funktionen im Körper. Dem Chlorophyll wird auch antikanzerogene Wirkung nachgesagt, so dass es einerseits unkontrollierbaren Zellwachstum verhindert, anderseits aber auch die Aflatoxine senkt. Beides kann ansonsten zur Krebserkrankung führen.

Durch die Erhaltung der Körperzellen und die Regeneration geschwächter Zellen wird der Alterungsprozess verlangsamt. Außerdem soll Spirulina das Hungergefühl verringern und die Gehirnaktivität fördern. Menschen, die Spirulina regelmäßig benutzen, berichten vom verbesserten Erinnerungs- und Denkvermögen.

Diese wunderbare Alge eignet sich mit ihren zahlreichen Nähr- und Vitalstoffen sowohl für Kinder und Jugendliche, als auch für ältere Menschen. Aber nicht nur Menschen können von der heilenden Wirkung dieser Alge profitieren, sondern auch Tiere. Tierärzte empfehlen die Spirulina deshalb oft als wichtiges Nahrungsergänzungsmittel für unsere Lieblinge.


Weizengras

Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass die jungen Triebe des Weizengrases zahlreiche Vitalstoffe beinhalten, die außergewöhnlich wohltuend und gesundheitsfördernd für den Menschen sind. Weizengrassaft alkalisiert den Körper und stärkt auf diese Weise den Organismus gegen Krankheiten. Nähstoffuntersuchungen haben das an Chlorophyll, Eiweiß, Mineralstoffen, Vitaminen und Enzymen reiche Weizengras mit gutem Grund in die Kategorie der Superfoods eingestuft.

Zahlreiche Untersuchungen haben genügend Aufschluss zur Annahme gegeben, dass Weizengras bei vielen Krankheiten helfen könnte. Weizengras hat beispielsweise in mehreren Experimenten mit seinem hohen Gehalt an Antioxidantien bei Darmerkrankungen die Symptome gemildert. Beim Großteil der Brustkrebspatienten, denen Weizengrassaft gegeben wurde, wurde eine mögliche Hemmung der Myelotoxizität, einem lebensbedrohlichen Vorgang, festgestellt.

Das Weizengras absorbiert mit seinen Antioxidantien die krebserregenden freien Radikale, die außerdem noch an vielen Krankheiten wie Rheuma oder Arterioklerose beteiligt sein können. Zusätzlich wurde nachgewiesen, dass alkoholbasierte Extrakte von Weizengras die Fettzellen der Leber reduzieren. Weizengras ist außerdem reich an Chlorophyll und frei von Gluten. Chlorophyll, der hämoglobinähnliche Pflanzenfarbstoff, alkalisiert den Körper und verhindert auf diese Weise die Entstehung der Krebszellen.

Das Gegenteil erreicht man, wenn man Gluten zu sich nimmt, denn der Organismus wird dann übersäuert. Mit dem in Weizengrassaft enthaltenem Chlorophyll werden neue Blutzellen gebildet, der Transport des Sauerstoffs zu den Zellen gefördert und der Organismus entgiftet. Zusätzlich wird der Säure-Basen-Haushalt durch die Alkalisierung ins Gleichgewicht gebracht.

Der Weizengrassaft ist am reichhaltigsten und am effektivsten, wenn man ihn selbst presst und innerhalb weniger Minuten zu sich nimmt. Dazu müsste man selbst Weizengras ziehen lassen, was sich mit etwas Mühe in wenigen Tagen anstellen lässt.


Yacon

Die Yaconpflanze stammt aus Südamerika. Aus ihren Knollen werden Yaconsirup und Yaconpulver gemacht. Der Sirup und das Pulver werden als Süßungsmittel verwendet, die aber positive Wirkungen auf die Gesundheit haben können. Obwohl sie süß schmecken, machen sie wegen des niedrigen Zuckergehalts nicht dick und eignen sich deshalb auch für Diabetiker. Die Yaconknolle wird in ihrer Heimat seit Jahrtausenden als Lebens- und Heilmittel verwendet.

Die Yaconknolle ähnelt einer Süßkartoffel, kann bis zu einem Kilo schwer wachsen, hat einen hohen Wassergehalt und eine dünne Haut. Aus diesem Grund ist es besonders schwer die Knolle zu transportieren und aufzubewahren, denn sie kann schnell verderben. Dementsprechend ist es auch sehr schwer, die Knolle hierzulande frisch zu bekommen. Dennoch sollte man sie am besten roh verzehren, wie sie meistens in Südamerika zu sich genommen wird. In Europa wird die Knolle jedoch wegen des erschwerten Transports als Saft, Pulver, Chips oder Pulver verarbeitet. Ihr Geschmack ist eine Kombination aus den Geschmäckern von Äpfeln, Birnen, Mangos und Melonen.

Bis vor Kurzem konnte man diese äußerst gesunde Pflanze in Europa gar nicht verwenden, denn sie war verboten. Der Grund für den Verbot war ihre Einstufung in die Kategrie „neuartiges Lebensmittel“. Doch 2015 fand man heraus, dass die Yaconpflanze ein unbedenkliches Nahrungsmittel ist. Also ist sie erst seit 2015 in Europa in verschiedenen Formen erhältlich. 

Die besonderen Zucker, die in der Yaconpflanze enthalten sind, sind fast so süß wie Zucker, doch es handelt sind dabei um lösliche Ballaststoffe, die probiotisch wirken. Das heißt, dass die Yaconknolle nicht nur süß schmeckt, sondern auch die Darmgesundheit unterstützt. Was dabei besonders wichtig und vorteilhaft ist – die Ballaststoffe stören nicht den Blutzuckerspiegel und können ohne Bedenken von Diabetikern verwendet werden. Zusätzlich steigert Yacon die Aufnahme des Calciums aus dem Darm, beeinflusst auf diese Weise den Calciumhaushalt und fördert die Gesundheit der Knochen.