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Coitophobie - Angst vor Sex

Coitophobie- Die Angst vor Sex / Die Angst vor Geschlechtsverkehr/ Sexualangst

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Symptomatik & Erläuterung 

Leidet ein Mensch unter Coitophobie, so hat er große Angst vor Sex. Explizit gesagt, hat der Betroffene Angst vor Verletzungen, die er währen des Sexualakts zuziehen könnte. Gleichzeitig hat er große Angst vor Geschlechtskrankheiten und vor anderen sexuellen Handlungen.

Die Coitophobie besitzt viele Facetten. Weibliche Coitophobiker haben vor allem große Angst davor, dass sie sich innere Verletzungen zuführen können. Zudem fühlen sie sich nach dem Sex sehr schmutzig und sind selbst von sich angewidert. 

Ein weiterer Punkt, der zu solch einer Phobie führen kann, ist eine gewisse religiöse Erziehung. Wurde der Angstpatient stark religiös erzogen und hatte Sex vor der Ehe, so ist die Angst sehr groß, dass er bestraft werden könnte. Im Islam ist dies sehr stark verbreitet und die Familie legt sehr großen Wert darauf, dass die Frau als „Jungfrau“ in die Ehe geht. Somit ist der Druck in der Ehe enorm, da die sexuellen Erfahrungen gar nicht gegeben sind. Die Frau macht sich große Sorgen, dass sie ihren Ehemann nicht gerecht werden kann. 

Neben der Angst vor dem Sex spielen auch Körperflüssigkeiten eine große Rolle. Der Betroffene ekelt sich vor Schweiß oder auch vor Sperma. Letztendlich sehen die Patient den Sex nur als Fortpflanzung und „Mittel zum Zweck“ an. Der Spaßfaktor entsteht hier überhaupt nicht. 

Therapeutische Behandlungsmöglichkeiten 

Mit Unterstützung einer Psychotherapie kann man schnell eine Diagnose stellen und den Patienten dementsprechend behandeln. Hier gibt es mehrere Wege, wie man den Patienten helfen kann. Das sogenannte Sensualitätstraining, das auch als „Streichelübung“ bekannt ist, ist eine effektive Methode. Der Patient lernt auf diesem Wege, wie man ein normales Sexualleben wiederherstellen kann. Hierfür braucht der Therapeut viel Feingefühl, damit die Therapie auch Früchte tragen kann. In Kombination mit einer Verhaltenstherapie, stehen die Chancen sehr gut. Möchte der Partner oder der Ehemann ebenfalls an einer Therapiestunde teilnehmen, so kann sich das positiv auf den Patienten auswirken. Gemeinsam findet man dann eine Lösung und auch kann der Partner den Hintergrund genauer erfragen.