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Warzen – lassen Warzen mit sich reden?

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Unter Warzen versteht man gutartige Wucherungen der Haut, die an verschiedenen Körperstellen auftreten können. Die Übertragung erfolgt durch Viren. Warzen sind ansteckend und können in jedem Alter auftreten.

Symptome bei Warzen

Im Mittelalter wurden Warzen von Kräuterfrauen oft besprochen. Dazu wartet man ab bis Vollmond war und man besprach mit bestimmten Sprüchen die Warzen. Angeblich sollen sie danach verschwunden sein. Dass das Unfug war, weiß man heute.
Warzen sind oft harmlos und verschwinden nach Wochen oder Monaten von selbst. Allerdings können sie lästig und unansehnlich sein, was gar nicht so selten zu psychischen Belastungen führen kann. Um die Warzen zu beseitigen, gibt es unterschiedliche Wege. Man sollte vielleicht wissen, dass die Viruswarzen und die Alterswarzen nicht ansteckend sind. Alterswarzen treten oft erst im höheren Lebensalter auf und sind ebenfalls harmlos.
Beschwerden verursachen Warzen im Grunde genommen nicht. Es kann aber durchaus ein Juckreiz, Druck- oder Spannungsgefühl bestehen. Befindet sich die Warze an der Fußsohle, können sie sogar sehr schmerzhaft sein. Warzen treten nicht nur einzeln auf, sondern können vermehrt auftreten. Dann kann es sein, dass größere Hautflächen davon befallen sind.

Verschiedene Warzentypen

Die Dornwarze
Dornwarzen findet man häufig an den Fußsohlen und Fersen. Da das Körpergewicht auf die Fußsohlen drückt, wachsen Dornwarzen nicht hoch, sondern sie werden beim Laufen und Stehen nach innen gedrückt. Dieser Zustand erschwert die Behandlung, außerdem kann es schmerzende Druckstellen geben.


Gewöhnliche Warzen
Auch vulgäre Warzen genannt sind nur etwa stecknadelkopfgroß bis erbsengroß. Da sie verhornen werden sie rau und schuppig. Die gewöhnlichen Warzen findet man oft auf dem Handrücken, den Fingern oder Füßen.


Die Flachwarzen
Auch Planwarzen genannt, sind sehr kleine, nur leicht nach oben stehende Warzen, die lediglich nur wenige Millimeter groß sind. Sie können eine leicht bräunliche Farbe zeigen. Flachwarzen findet man vorwiegend im Gesicht und hier vorwiegend an den Wangen und an der Stirn. Aber auch die Hände und Unterarme können betroffen sein.


Die Mosaikwarzen
Die Farbe ist weiß, die Größe etwa stecknadelkopfgroß. Man findet sie vorwiegend an den Fußballen oder den Zehen. Sie können sich großflächig, auf die komplette Unterseite des Fußes ausbreiten. Die Mosaikwarzen verursachen keinen Schmerz beim Gehen und sind flacher als beispielsweise die Dornwarzen.


Die Pinselwarzen
Auch filliforme Warzen genannt, zeigen ein fadenförmiges und stachelartiges Bild. Die Warzen können wie fransig aussehen und treten oft im Gesicht auf, was dort besonders störend empfunden wird.


Die Feigwarzen
Auch Genital- oder Kondylome genannt, zeichnen sich als kleine feste Knötchen mit einer unregelmäßigen Oberfläche. Man findet sie vorwiegend im Genitalbereich. Sie werden sexuell übertragen und haben nicht die gleiche Behandlung wie andere Warzenformen.

Es gibt Formen von Hautkrebs, die Warzen ähneln können Allerdings ist die Form dieses Hautkrebses sehr selten. Man verwechselt Dornwarzen oft mit Hühneraugen, aber Hühneraugen haben in der Mitte einen glasigen Hornkern.

Die Ursachen für Warzen

Warzen entstehen durch Viren, den sogenannten Humanen Papillomviren, Mehr als 100 verschiedene Arten dieser Viren gibt es. Durch kleinste Verletzungen und durch feinste Risse, können sie in die Haut eindringen, um dort die Vermehrung der Zellen anzuregen. Durch diesen Vorgang wird eine dickere Hornhaut gebildet, die dann als Warze sichtbar ist. Im Grunde genommen verbreiten sich Warzen im direkten Hautkontakt, allerdings können sie auch über Handtücher oder sogar über den Rasierapparat übertragen werden. Die Ansteckung ist leichter, wenn die Haut verletzt oder feucht ist.

Die Risikofaktoren für Warzen

Es gibt Menschen, die Warzen schneller bekommen, als andere.
Das sind:

  • Menschen die mit Fleisch arbeiten, wie etwa beim Metzger oder im Schlachthaus
  • Kinder und Jugendliche die stets Gemeinschaftsduschen benutzen
  • Menschen mit Angehörigen, die bereits mit Warzen infiziert sind
  • Schulkinder, wobei sie sich bei Mitschülern die Warzen haben, anstecken können
  • Menschen mit einem schwachen Immunsystem
  • schwere Erkrankungen wie Krebs oder AIDS
  • Da die Viren sich in der Haut vermehren, kann bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem der Körper oft nicht, die Warzen erfolgreich bekämpfen.

Der Verlauf bei Warzen

Menschen die ein stabiles und gesundes Immunsystem haben, werden mit den Warzen problemlos fertig. Mit der Zeit baut der Körper eine Immunabwehr auf, so dass die Warzen von allein verschwinden. Wie lange dieser Zeitraum dauert, hängt vom Warzentyp und dem Virus ab. Bei Menschen die ein geschwächtes Immunsystem haben, dauert es meist länger bis die Warzen verschwunden sind

Vorbeugung gegen Warzen

Man kann die Ansteckungsgefahr durch Vorsichtsmaßnahmen eingrenzen. Diese Maßnahmen helfen oft auch gegen eine Ausbreitung der Warzen.
So kann man folgendes tun:

  • Beim Schwimmen sollten die Warzen mit einem Pflaster abgeklebt werden
  • Handtücher, Socken und Schuhe sollten nicht mit anderen Personen geteilt werden
  • In Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen oder Umkleidekabinen nicht barfuß laufen
  • die Warzen nicht berühren

Da Warzen sehr ansteckend sind, gibt es keinen vollständigen Schutz. Außerdem kann man nur schwer feststellen, wo die Infektion entstanden ist. Wer sich an dem Virus angesteckt hat, der bemerkt es oft erst nach Monaten, wenn sich eine Warze gebildet hat.

Die Behandlung der Warzen

Generell ist es so, dass man eine Warze nicht unbedingt behandeln muss, da sie oft nach einer bestimmten Zeit wieder verschwindet.
Es gibt zwei Behandlungsarten:

Lösungen mit Salicylsäure

Diese wird über einige Wochen hinweg täglich mehrmals auf die Haut aufgetragen.

Die Vereisung

Eine Vereisung wird mit flüssigem Stickstoff vorgenommen. In alle Regel führt das der Hautarzt durch.

Diese zwei Behandlungsarten sind wirksam, dennoch kann das Virus wieder auftreten und es kann sich eine neue Warze bilden.