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Phagophobie

Phagophobie – Die Angst vor dem Schlucken/ Schluckangst

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Symptomatik & Erläuterung 

Die Phagophobie ist die sogenannte Schluckangst. Menschen, die an Phagophobie leiden, besitzen ein eingeschränktes und verkrampftes Essverhalten. Sie haben große Probleme damit, feste Nahrung zu sich zunehmen, da die ein Gefühl des Erstickens empfinden. 

Leidet ein Betroffener an einer Schluckangst, so fällt es ihm unglaublich schwer, feste Nahrung zu essen. Die Phobie kann durch eine alltägliche Situation entstanden sein, die für den Angstpatienten sehr schrecklich war. Hierbei kann er sich an ein Stück Brot verschluckt haben. 

Die Phagophobie ist in Deutschland stark verbreitet und sollte nicht unterschätzt werden. Denn, ist die Phobie stark ausgeprägt, so kann der Patient das Essen sogar verweigern. Auch kann es sein, dass der Betroffene so starke Angst entwickelt, dass es letztendlich zum Tode führen kann. Allerdings stirbt der Mensch nicht am Ersticken, sondern an einem Kollaps. 

Die Phagophobie kann in jedem Alter auftreten und sich ganz individuell entwickeln. Wissenschaftler und Mediziner haben aber folgendes Schema feststellen können:  Die Phagophobie tritt in drei unterschiedlichen Altersgruppen auf. 

Kleinkinder: 

Kleinkinder, die das Essen eher schlingen und Nahrung schnell aufnehmen, sind sehr häufig betroffen. Hier ist die Gefahr groß, dass sie sich schnell verschlucken. 

Ältere Menschen: 

Menschen, die ein hohes Alter erreicht haben, sind ebenfalls häufig betroffen. Vor allem dann, wenn sie eine Zahnproteste besitzen. Hier können Speisen schnell und unerwartet in die Speiseröhre gelangen. 

Erfolgsmenschen: 

Auch Menschen, die in ihrem Leben und im Job sehr erfolgreich sind, gehören ebenfalls dazu. Sie haben die Angewohnheit, dass sie sich nicht auf die Nahrungsaufnahme konzentrieren, wenn sie zum Beispiel bei einem Geschäftsessen sind oder sich kontinuierlich mit dem Smartphone beschäftigen. 

Leidet ein Mensch an der Schluckangst, so können folgende Symptome auftreten: Das Gefühl von Angst, Schweißausbrüche, zittrige Hände, Atemnot, hoher Puls, Panikattacken, ein Gefühl von Enge, eingeschränktes Denk- und Sehvermögen und Gewichtsverlust.  

Therapeutische Behandlungsmöglichkeiten 

In den meisten Fällen suchen Angstpatienten erst sehr spät professionelle Hilfe. Somit ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Phobie schon sehr ausgeprägt ist. 

Spezielle Therapiemöglichkeiten gibt es, die dem Betroffenen helfen können. 

Unter anderem ist die Ergotherapie ein guter Ansatz, der sehr wirkungsvoll und hilfreich sein kann. Aber auch das Erlernen von „Thai Chi“ sollte man als Angstpatient wahrnehmen. So kann der Patient lernen, Geist und Körper wieder in Einlang zu bringen und gleichzeitig zu kontrollieren. 

Eine weitere Option wäre ein Aufenthalt in einer Fachklinik. Hier kümmern sich Ärzte und Therapeuten um den Patienten. Aber auch kompetente Ernährungsberater sind dabei, die immer sofort zur Stelle sind.